Ein Auszug aus der Dienstbotenakte von Karl Schreier



Ein Auszug aus der Dienstbotenakte von Karl Schreier,
dem Bruder von Andreas Schreier aus Sattelberg:



Schiltberg, den 01. November 1914

Akte Nr. 674
Dienstbub Karl Schreier vom Sattelberg

Anzeige vom 01.November 1914 von Martin Gärtner aus Oberdorf, den 22.August1914, geb. 26.September1878
Müller,Wachmeister

Karl,Schreier, geb. 12. Januar 1899
Eltern: Andreas und Viktoria Schreier geb. Stemer zur Zeit beim Wirt Oberpläderl in Sattelberg beschäftigt und wohnhaft.

Übertretung der Dienstbodenordnung Art. 106 Ziffer 4 Absatz3
zwangsweise Diensteinführung

Jahreslohn des Dienstbuben 130.- Mark

16.August 1914 verließ er den Dienstplatz, ohne jeden Rechtefertigungsgrund.
35.- Mark geben wegen Fahrradkauf
Strafantrag auf Diensteinführung.
Johann Schilling, Gendarmeriestation Geroldsbach, gab Schreier an, dass ihm die Arbeit zu schwer ist.
Arbeiten muss der Dienstbub wie ein Erwachsener Knecht.

Lichtmäß 1914 eingetreten

Die Eltern sind einverstanden, dass er den Dienst verlassen hat.

Karl Liebl, Sergeant

Martin Eidelsberger, Dienstknecht bestätigte, das Schreier mähen, die Arbeit zu schwer, der Lohn zu wenig.


zurück zum Inhaltsverzeichnis