Die Aussagen der Gebrüder Schirovsky


Die Aussagen der Kaffeehändler Hans und Eduard Schirovsky:


4.Person:

Erscheinen die Gebrüder
Hans und
Eduard S c h i r o v s k y
, ledig, Reisende , 25 u.18 Jahre alt, ständige Adresse Straubing, Hindenburgstr. Weiters zu erreichen noch bei Schreie, Brauerei Öfele in Schrobenhausen u. erklären zur Sache wie folgt:

Gelegentlich einer gemeinsamen Geschäftsreise am 1.4.22 wollten wir um die Mittagszeit zwischen 12 u. 2 Uhr die Familie Gabriel in Kaifeck zwecks Bestellungen auf Kaffee aufsuchen. Wir klopften wiederholt an die Fenster des Hauses u. gaben auch Laut, es hörte aber niemand. Wir gingen dann ums Haus herum u. schauten durch die Fenster in die Küche u. Stallung, konnten aber keine Personen wahrnehmen; Nur der Hund und das Vieh gab Laut. Alle Türen waren verschlossen , mit Ausnahme des Tores am Maschinenhaus, welches offenstand. Wir entfernten uns dann und machten im Dorfe über unsere Wahrnehmung den dortigen Bewohnern, so dem Herrn Siegl , der Familie Schlittenbauer hierüber Mitteilung. Irgendwelchen Verdacht gegen eine Person als Täter können wir nicht aussprechen. Nur sind uns am selben Tag bevor wir an das Haus Gabriel kamen, gegen 11 vorm.2 Frauen mit Kirmen beladen waren auf der Straße Einöd-Schachen nach Edelshausen begegnet. Beide Frauen waren 50-60 Jahre alt u. hatten zigeunerartiges Aussehen. Eine Mannsperson befand sich in ihrer Begleitung nicht. Sonstige Angaben vermögen wir in dieser Richtung nicht anzugeben.


v.g.u.

Hans Schirovsky

Eduard Schirovsky


Quellenhinweis:
Die eingestellten Akten werden im Staatsarchiv München unter der Archivsignatur
PolDir 8091B
verwahrt.



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